Für Technik, die Verantwortung übernimmt
Warum Leistungs- und EMV-Prüfungen über Sicherheit
und Markterfolg entscheiden
Fahrradfahren ist Freiheit! Mit dem Pedelec wird dieses Gefühl alltagstauglich. Was als Trend begann, ist heute fester Bestandteil moderner Mobilität. Doch die elektrische Unterstützung bringt auch neue Herausforderungen mit sich. Unfälle mit Personenschaden gehören dazu und sind häufig auf Fahrfehler zurückzuführen. Mit wachsender Motorleistung steigen daher nicht nur Komfort und Reichweite, sondern auch die Anforderungen an Technik und Kontrolle. Im internationalen Wettbewerb können sich Hersteller nur mit leistungsstarken, sicheren und störungsfreien Produkten behaupten, die zugleich komplexe Normen erfüllen. Unter anderem braucht es eine zuverlässige
Prüfung des Powermanagements sowie der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV). Beide Bereiche sind zentral für Sicherheit, Qualität und Marktfähigkeit moderner Pedelecs.

Powermanagement: Leistungsparameter normkonform absichern
Unter Powermanagement versteht man bei Pedelecs die Gesamtheit aller Funktionen, die das Zusammenspiel von Motor, Steuerung, Sensorik und Energieversorgung regeln. Dazu zählen unter anderem die Begrenzung der Maximalgeschwindigkeit auf 25 km/h, die Auslegung der Nenndauerleistung, das Ansprechverhalten der Tretunterstützung, die Ausgestaltung der Schiebehilfe sowie das korrekte Abschalten der Motorunterstützung
beim Bremsen oder Erreichen der Grenzgeschwindigkeit. Diese Parameter beeinflussen unmittelbar Fahrdynamik, Sicherheit und die rechtliche Einordnung des Fahrzeugs.
Für Hersteller bedeutet das: Bereits geringe Abweichungen können Auswirkungen auf die Konformität mit geltenden Normen und Richtlinien haben – mit entsprechenden haftungs- und zulassungsrechtlichen Konsequenzen.
Im Prüflabor von TÜV Rheinland in Nürnberg werden Pedelecs deshalb systematisch und reproduzierbar auf ihr Powermanagement hin geprüft. Auf unseren Prüfständen werden alle Parameter unter Berücksichtigung der relevanten Normen gemessen. So erhalten Hersteller belastbare Nachweise zur Konformität ihrer Systeme, identifizieren
Optimierungspotenziale frühzeitig im Entwicklungsprozess und sichern eine verlässliche Performance im Markt.
EMV-Prüfungen: Störungsfreie Performance im urbanen Verkehr sichern
Im dichten urbanen Umfeld müssen Pedelecs zuverlässig funktionieren, selbst wenn sie von Mobilfunknetzen, Funkmasten oder Polizeifunk umgeben sind. Gleichzeitig dürfen sie keine eigenen Störungen verursachen.
Mit der zunehmenden Technisierung des Verkehrs – von selbstfahrenden Autos über smarte Ampeln bis zu vernetzten Mobilitätslösungen – gewinnt die elektromagnetische Verträglichkeit weiter an Bedeutung: Jede elektromagnetische Störung kann die Performance beeinträchtigen und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gefährden.
Bei TÜV Rheinland werden Pedelecs deshalb umfassend auf EMV geprüft. Nach den Vorgaben der EMV-Richtlinie 2014/30/EU sowie der DIN EN 15194 werden die Fahrzeuge auf Prüfständen betrieben, während sowohl die Abstrahlung eigener elektromagnetischer Felder als auch die Reaktion auf externe Einflüsse gemessen wird. So können Hersteller sicherstellen, dass ihre Pedelecs auch in komplexen, vernetzten Verkehrsumgebungen störungsfrei, zuverlässig und normkonform arbeiten.

TÜV Rheinland – umfassende Services aus einer Hand
Mit gebündelter Prüferfahrung, modernster Laborausstattung und einem breiten Serviceportfolio unterstützt TÜV Rheinland Hersteller von Fahrrädern, Pedelecs und Zubehör in allen sicherheitsrelevanten Bereichen. Neben Leistungs- und EMV-Prüfungen umfasst das Angebot unter anderem mechanische Belastungstests, elektrische Sicherheit,
chemische Analysen und Zertifizierungen für internationale Märkte.
Weitere Informationen zu den Services für Fahrräder, Pedelecs, Komponenten und Zubehör von TÜV Rheinland finden Sie unter www.tuv.com/fahrrad